Filmmythen

Filmmythen – warum wird man durch die zerbrochenen Scheiben in den Filmen nicht verletzt?

Dass die Filme kein Leben sind, wissen alle. Manchmal wundern uns aber die Methoden, welche die Filmproduzenten in ihren Werken anwenden. Jeder, der die Unannehmlichkeit hatte, sich mit dem Glas zu verletzten, weiß, dass es unmöglich ist, schadlos durch die zerbrochene Fensterscheibe zu fallen. Wie sieht es also mit den Fenstern aus, die wir in den Filmen sehen?

Die Sicherheit der Schauspieler ist am wichtigsten

Eine Situation, in der ein Schauspieler in dem Film geschädigt wäre, ist schwer vorstellbar. Unfälle gibt es natürlich auch, die Filmmacher begrenzen aber das Risiko auf Minimum.

Heute ist die Mehrheit der Spezialeffekte am Computer generiert und die Schauspieler spielen ihre Rollen in einer sicheren Umgebung, vor einem grünen Hintergrund; es war aber nicht immer so, und das Kunstglas wird bis heute in der Kinematographie benutzt.

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Obwohl die Scheiben in den Filmen wie ein echtes Glas aussehen, sind sie aus einem künstlichen Zuckerglas (Effektglas) ausgefertigt. In der Wirklichkeit ist das einfach eine geschmolzene flach formierte Mischung aus Zucker und Maissirup. Ein solches Glas kann man selbständig zuhause machen, unten fügen wir ein Rezept hinzu.

Das Zuckerglas kann ganz transparent sein, aber eine Ausführung zuhause gibt selten ein solches Effekt, das Glas ist in der Regel nicht immer ganz durchsichtig und ohne Luftblasen.

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Fenster sind nicht die einzigen Anwendungen des Zuckerglases, so entstehen auch die Flaschen, die auf den Köpfen der Schauspieler zerbrochen werden, das Tafelservice, das kaputtgeht und viele andere Requisite. Sie haben gemeinsame Eigenschaften: sie sehen sehr realistisch aus, gehen in kleine Scherben kaputt, aber haben keine scharfen Kanten also sie verletzen nicht.

Wie macht man ein Zuckerglas?

Trotz allen Anscheins muss man kein Spezialist im Bereich der Spezialeffekte sein, um ein solches Gadget auszufertigen. Ganz einfach kann man ein solches Glas selber machen mit der Anwendung von Produkten, die man zuhause hat.

Dazu brauchst du:

  • 2 Gläser Wasser,
  • 1 Glas Maissirup,
  • 3 und 1/2 Glas Zucker,
  • 1/4 Esslöffel Monokaliumtartrat (E336i)
  • Alufolie.

Vorbereitung:

  1. Als erstes das Wasser mit dem Maissirup, Zucker und Monokaliumtartrat. Eine solche Mischung langsam zum Kochen bringen, die ganze Zeit rühren und aufpassen, damit sie nicht karamellisiert.
  2. Nach Erhitzen auf 150°C den Topf vom Feuer nehmen.
  3. Ein flaches Blech mit Alufolie bedecken, die Oberfläche soll flach und ohne Unebenheiten sein.
  4. Die Mischung aus dem Topf als eine dünne Schicht auf ein rechteckiges Blech gießen, damit sie selber einebnet.
  5. Der Prozess des Abkühlens und Verhärtens dauert ungefähr eine Stunde.
  6. Am Ende die Tafel vom Blech nehmen, die Folie ablösen. Das Glas ist fertig!

Das oben genannte Rezept wurde auf YouTube-Plattform in einem kurzen Film dargestellt, wo du genau sehen kannst, wie man ein Kunstglas macht und wie das Endeffekt ist.

Natürlich bei den modernen Produktionen verwendet man speziell hergestelltes Glas aus bestimmten Werkstoffen. Es werden auch immer häufiger die CGI Effekte angewandt, alles für den noch größeren und effektvollen Eindruck!

Wie man also sehen kann, ist ein Kunstglas nicht nur ein sicheres Filmrequisit, aber auch ein interessantes und leckeres Gadget, das man selbständig machen kann. Mit einer guten Form kann man z.B. Zuckerflaschen, – Weingläser, – Vasen vorbereiten. Wir wünschen viel Spaß und interessante Experimente.

Zur Hauptgrafik wurde eine Filmaufnahme aus dem Film Star Trek Into Darkness (2013) benutzt. Bildquelle: http://trekmovie.com/2013/01/03/hi-res-versions-of-star-trek-into-darkness-images-from-empire-mag/

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