Einbruchschutzfenster – also wie man das Haus vor Einbrecher schützt?

Fenster, besonders die in Einfamilienhäusern und Wohnungen auf niedrigen Etagen, sind der schwache Punkt, wenn es um den Schutz gegen Eibrecher geht. Polizeistatistiken zeigen darauf hin, dass am häufigsten zum Einbruch durch Fenster und Balkontüren kommt.

Wo sollte man Einbruchschutzfenster installieren lassen?

Ein Leckerbissen für die Einbrecher sind Wohnungen im Erdgeschoss und auf niedrigen Etagen sowie Einfamilienhäuser. Vor allem die Bewohner solcher Wohnungen und Häuser sollten Fenster mit zusätzlichen Sicherungen in Betracht ziehen.

Darüber haben wir schon im früheren Artikel „Erdgeschosswohnung und Bungalow – Vor- und Nachteile“ geschrieben. Über die Einbruchschutzfenster sollten auch die Eigentümer von Geschäftsräumen und anderen Objekten denken, die zum Gegenstand eines Angriffs von Einbrechern werden können.

Einbruchschutzfenster – was bedeutet das?

Die Feststellung, etwas sei „einbruchhemmend“, verwendet man umgangssprachlich und in Wirklichkeit bezeichnet das die Stufe der Sicherheit und wie viel Zeit es dem Einbrecher nimmt, bis er in die Wohnung hereinkommt.

Es gibt sechs Widerstandsklassen des Einbruchschutzes (RC), wobei die populärsten Klassen 1 und 2 sind. Klasse RCIN bezeichnet übliche Fenster ohne Einbruchschutzsicherungen, und RC2N sollte einen drei Minuten langen Schutz leisten.

RC2N unterscheidet sich vom Fenster RC2 mit Glas – der Buchstabe N steht dafür, dass man die technischen Anforderungen eines gegebenen Staates anwenden kann. Fenster mit höheren Klassen müssen die europäischen Normen EN 1627 erfüllen.

Für den üblichen Wohnungsbau werden oft Fenster mit Klassen RC2 oder RC3 empfehlt, die den Widerstand 3-5 Minuten lang leisten sollten. Fenster mit Klassen 4-6 werden in Objekten, die besonders stark dem Einbruch ausgesetzt sind – sie sollten den Angriff eines professionellen Einbrechers aufhalten, der über eine spezialistische Ausrüstung verfügt.

Das ganze Fenster

Fenstermodelle mit einer höheren Widerstandsklasse als RC2 müssen in eine Sicherheitsverglasung mindestens P4A ausgestattet sein, die aus zwei Glasflächen und vier Schichten einer speziellen PVB Folie gebaut ist. Solche Fenster sind durch eine gute Resistenz gegen Beschädigung gekennzeichnet, und sie können sogar einen 4kg-schweren Hammerschlag sowie einen Abwurf aus der Höhe von 9 Meter aushalten.

Über die Resistent gegen Einbruch entscheidet auch die Qualität und Beständigkeit der übrigen Komponenten, wie z.B. die Sicherheitsbeschläge, Sicherheitsschließstücke, Griffe mit Schlüssel, Bohrblocker usw.

Wenn man Einbruchschutzfenster bestellt, sollte man prüfen, ob sie alle Zertifikate für Klasse mindestens RC2 haben, und ob sie die Norm EN 1627 erfüllen.

Einbau ist wichtig

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Fenster sollten von Fachleuten, am besten vom Vertragsservice des Produzenten, installiert werden. Das ist besonders bei den Einbruchschutzfenstern wichtig, deren Wirksamkeit im großen Maß von einer fachgerechten Montage abhängt. Falsch eingebaute Fenster werden ihre Funktion nicht erfüllen, oder ihre Wirksamkeit wird sehr eingeschränkt.

Es ist auch empfehlenswert, zusätzliche Sicherheitssysteme zu installieren, z.B. die magnetischen Sensoren, Alarmsysteme oder Monitoring, und in Räumen besonders einem Diebstahl ausgesetzt kann man auch die Einbruchschutzrollladen einbauen lassen, welche die Sicherheit des ganzen Systems noch stärken.

Das sind jedoch Maßnahmen für Lokale mit einem großen Risiko des Einbruchs. In den meisten Fällen sollten für die Wohnungen und Einfamilienhäuser gute Fenster in der RC2 Klasse ausreichen, die eine gute Barriere sind, welche sogar die professionellen Einbrecher entmutigt.

Einbruchschutzfenster – also wie man das Haus vor Einbrecher schützt?
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